Pädagogische Werkstätten Fortbildungen ohne Netz

Fortbildungen in „Werkstätten“ vor Ort

Viele Fortbildungsveranstaltungen und Tagungen haben einen mehr oder weniger ausgeprägten Laborcharakter. Die „Endverbraucher, Kinder oder Familien“ sind nicht anwesend, die „pädagogischen Räume“ sind in einer Schulungsstätte nicht vorhanden.

Es wird wohl versucht, sehr praxisnah zu lernen und zu spielen und gestalten, aber es bleibt oft ein Modell, ein künstlicher Erfahrungsraum. Dies hat einige Vorteile:

·           Es geht zügig voran (mit echten Kindern/Familien kann man weniger Spiele in einer bestimmten Zeit aus­pro­bie­ren, Modelle eines Gruppenraumes entstehen schneller als feste Einbauten.

·           Gezielter und spontaner kann man die Ebenen Erfahrung, Reflexion, Planung wechseln.

·           Es passt besser in unsere Bildungshäuser, ist organisatorisch weniger aufwendig, risikoärmer und ko­sten­günstiger.

Fortbildungen haben auch Nachteile:

·           Vieles sieht, theoretisch, leichter aus als es ist (eine Spielrunde mit geneigten und disziplinierten Erwachse­nen ist et­was anderes als 20 Kinder, die über Tische und Bänke springen, werken und bohren ist schwieriger als Pappe schneiden).

·           Es hört sich ja alles nett an, aber bei uns in der Einrichtung funktioniert das sowieso nicht!

·           Am „grünen Tisch“ kann man ja leicht etwas daherreden.

Die Veranstaltungsform „Werkstätten“ geht direkt in die Praxis hinein.

Es wird nicht nur ein Kin­derfest geplant, sondern auch direkt durchgeführt. Räumliche Veränderungen werden nicht nur auf dem Papier oder im Modell überlegt, sondern direkt verwirklicht, ein Theaterstück wird nicht im Bildungshaus geprobt, sondern mit Kindern und in der Einrichtung produziert, Kunst im Garten wird gemeinsam auf dem Außengelände hergestellt, ein Film wird gemeinsam produziert usw.

Der Möglichkeiten gibt es viele, die Spielwerkstatt Rhinozeros hat neben der Durchführung von Fortbildungen auch viele Erfahrungen in der Durchführung von Veranstaltungen mit Kindern, Jugendlichen und Familien.

Werkstätten sind also pädagogische Projekte direkt vor Ort.

Die Produkte der Gruppenarbeit werden in einer Einrichtung unmittelbar verwirklicht.

Hier einige Beispiele:

Ein Werkstattkurs verändert ein Außengelände einer KITA zum Thema „Sinnesgarten“;

Mitar­beiterInnen aus der Offenen Arbeit bereiten ein Spielfest vor und führen es gemeinsam durch; Ein Maskenspiel wird geplant und dann mit einer Kindergruppe geprobt und aufgeführt usw.

Solche Werkstattkurse haben einige organisatorische Besonderheiten:

·           Es müssen vorher genaue Absprachen mit der gastgebenden Einrichtung getroffen werden, damit die Projektgruppe nicht kontraproduktiv handelt.

·           Zu großen Projektgruppen können in kleineren Einrichtungen den Alltagsablauf zu sehr stören.

·           Manche Projekte (besonders bei räumlichen Gestaltungen) haben höhere Sachkosten.

·           In der Ausschreibung sollte auf den Werkstattcharakter besonders hingewiesen werden.

·           Es entstehen eventuell Zusatzkosten durch Vorbereitungstreffen.

Spielwerkstatt Rhinozeros – Wolfgang Bort   Essen    Tel.   0174 73 54 34 7
http://www.kulturorte.de/   http://www.Kultur-kinder.de/ 

Email: wolfgang.bort@web.de

Rhinozeros im Unperfekthaus
Friedrich Ebertstr.18-20 45127 Essen Mitte
www.unperfekthaus.de

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Über Wolfgang Bort

Mitarbeiter der Spielwerkstatt Rhinozeros betreibt im Essener Unperfekthaus eine Kinder Kultur Werkstatt
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