Elternarbeit in Einrichtungen für Kinder – Eltern und Personal sind eine „Notgemeinschaft“

Thesen , Anregungen und Ideen zum Thema:

  • Die Eltern bekommen die Kinder aus Lust an der Vermehrung. Eltern haben starke emotionale Beziehungen zu den Kindern. Erziehung findet „nebenher“ unter vielen anderen Beziehungsaspekten statt. Eltern sind Amateure sie erziehen aus Liebhaberei.

  • Das Personal erzieht nach Plan und Ziel, mit sachbezogenen Beziehungen Es reflektiert ständig sein Handeln . Es bekommt Geld dafür und macht es ein gesamtes Berufsleben lang ( 65 . 67 !

  • Kinder sind Forscher und Entdecker. Sie erkunden von sich aus die Welt. Sie lassen darin nicht beirren, obwohl sie auch irren. Sie nehmen , was sie kriegen können.

  • Eine fruchtbare Beziehung zwischen Eltern und Personal baut auf Respekt beiderseits.

  • Die Gesellschaft will eine „Öffentliche Ergänzungserziehung“ für wenig Geld. Lieber möchte die Mehrheit, daß das Geld ausgegeben wird für : Mobilität, Information und Unterhaltung, Gesundheit (nach innen und außen), Konsumfreiheit, Zeitfreiheit und Freiheit des Lebensstiles.

  • Im Verteilungskampf der Mittel haben Familien und Einrichtungen der Kinderziehung „schlechte Karten“. Sie bekommen nur das nötigste , schlichter Standart. Elternarbeit heißt „Eltern müssen arbeiten“

  • Eltern und Personal könnte man als eine „Notgemeinschaft“ beschreiben.

  • Für die Eltern sind die ErzieherInnen weit und breit die einzigen Fachleute. Für die Profis sind die Eltern Lobby.

  • Wenn das Team 10 % der Eltern zu einer kontinuierlichen Mitarbeit gewinnen kann ist dies ein Erfolg. Elternarbeit stellt sich in Programmen der Elternbildung und Beratung und Familienbildung (mit Kindern) dar.

  • Die Eltern sind sich selten in ihren Lebensweisen, Zielen, Weltanschauungen, Bildung, Einkommen ähnlich . Untereinandesind die Eltern zu 80% gleichgültig, zu 10% mögen sie sich und 10% können sich untereinander nicht ausstehen. Gleich ist : Eltern haben kleine Kinder und sie leben im Einzugsgebiet der Einrichtung.

Elternarbeit mit Familien in schwierigen Lebenssituationen

Sozialpädagogisches Handeln trotz Armut und Elend

  • Der „Kindergarten“ ist ein sozialpädagogisches Handlungsfeld , für sozialarbeiterische Kinder und Jugendhilfe ist er personell und finanziell nicht ausgestattet.

  • Einrichtungen mit einem hohen Anteil von Familien in schwierigen Lebenssituationen Um nicht „ins Schwimmen“ zu geraten braucht das Kita Team ein klares Konzept.

  • Besonders bei ausländischen Familien in schwierigen Lebenssituationen beobachten wir öfter zwei extreme Situationen, die Familie ist zerbrochen oder die Familienbande sind sehr eng und bieten für alle noch den einzigen Halt.

  • Die Sozialpädagogik kann keine Not lindern , sondern sie verstärkt positive Ansätze in der Lebensbewältigung des Alltags und im kulturellen Handeln.

  • Die Kita kann für eine Vernetzung beratenden oder regulierende Einrichtung der Sozialarbeit mit den Familien sorgen. Beispiel: Sprechstunden der Bezirkssozialarbeit (ASD) in der Einrichtung, Empfehlung erfahrener Kinderärzte usw. .

  • Präsentieren Sie sich als kompetentes Team und als Einzelpersonen , die wissen wo es lang geht, im Alltag und in der Kultur hier in unserer Gesellschaft.

  • Was Sie versprechen müssen Sie auch halten.

  • Die „Familienehre“ ist hoher moralischer Wert.

  • Wenn es Sprachprobleme gibt , achten die Menschen mehr auf Ihr nonverbales Verhalten und visuelle Informationen.

  • Es geht nicht ohne Sprache! ( Kurze deutliche mündliche Informationen). Musik und Textkassetten erstellen. Videos über den Alltag in der Kita und über Besonderes. Fotoausstellungen Diavorträge erstellen. Kleine Ausstellungen organisieren, Interessante Gäste einladen. Orte des kurzen Verweilens schaffen ( z.B. Stehtisch)

  • Bewirtungs- – und Eßgewohnheiten öfter multikulturellorganisieren.

  • Klare Wegweiser (oft Piktogramme) anbringen

  • Niemand warten lassen, eigene Termine durchschaubar machen, spontane Kontakte kurz halten

    Wolfgang Bort

    Kontakt; Spielwerkstatt Rhinozeros – Wolfgang Bort   Essen  

    www.kinder-einer-erde.de  

    http://www.kulturorte.de/ 

    www.kultur-kinder.de

    Email: wolfgang.bort@web.de
    Rhinozeros im Unperfekthaus
    Friedrich Ebertstr.18-20   45127 Essen Mitte


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Über Wolfgang Bort

Mitarbeiter der Spielwerkstatt Rhinozeros betreibt im Essener Unperfekthaus eine Kinder Kultur Werkstatt
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