Spiele erfinden – selber machen

Der Tisch ist die Welt
Nicht immer sind wir so mobil, dass sie wir  auf Forschungs- und Entdeckungsreise gehen können. Deswegen gestalten wir Modelle der Realität. Wir fahren nicht so oft nach Afrika um Löwen zu beobachten, wir gehen in den Zoo oder wir reisen mit dem Finger auf der Landkarte. In diesem Sinne sind Brett und Tischspiele eine Möglichkeit, die Welt für sich neu zu entdecken und sich anzueignen. Wohl ,,Leben aus zweiter Hand“ aber trotzdem
aufregend und erkenntnissreich.  Besonderen Spaß macht es Würfelspiele und andere Tischspiele zu erfinden.

Hier ein kleiner Leitfaden für Spielerfinder – innen :

Tisch- und Brettspiele erfinden

l.Schritt: Ein Thema finden z.b. Länderspiele (Peru/Italien u.s.w.)/ Trommeln,
rund um die Banane/ ein Afrikanisches Dorf! ein Drachenfest u.s.w.

2. Schritt: Spielgruppen begrenzen z.b. für wieviel Spieler?

3.Schritt: Einsatzmöglichkeiten klären z.b.: Als Abschluss eines Festes, nach
dem Lesen Buches, als Vorbereitung für eine Aktion u.s.w.

4. Schritt: Spielplan Prototyp erstellen: z.B. Einfache, überschaubare
Würfelfelder; eventuell dreidimensional werden (Iglu, Schiff, Pyramide u.s.w.)
als Material erst einmal Pappe und kostenlose Materialien nutzen.

5. Schritt Spielaufgaben ausdenken Ca. 15% Würfel bezogene Aufgaben
(Zufall) Beispiel: kommst du auf ein Sternchenfeld: 2 Felder vorsetzen.
Würfelst du eine 3, darfst Du noch mal würfeln, (keine erheblichen
Bestrafungen einsetzen. Ca. 15% gruppenbezogene Aufgaben.Beispiel.
Lieblingstier der anderen erraten. Pro richtig erratenes Tier-ein Feld nach vom
rücken. Zwei Nachbarn mit Namen nennen und mit einer Straußenfeder kitzeln
u.s.w. Ca. 70% themenbezogene Aufgaben Beispiel: Mit zwei Spielern und dir
einen kleinen Palmenhain aufstellen, auf japanisch begrüßen u.s.w.

6. Schritt: Spielregeln erklären. Wo geht es los? Wer kann mitmachen? Wie
geht es zu Ende? Wo geht es lang?

7. Schritt: Spiel erproben:Nun sollte das Spiel einige Male erprobt und
eventuelle Änderungen eingebaut werden. Wichtig ist: Klare einfache
Würfelwege, damit sich die TeilnehmerInnen nicht „verlaufen“. Aufgaben, die
wohl handlungsorientiert sind, aber nicht zu sehr vom Spielplan wegführen
damit sich das Spiel nicht verläuft. Das Ende sollte klar und deutlich sein. Die
Teilnehmer, die fertig sind brauchen auch etwas zu tun.

Wer den Würfel schwingt, der kennt das Leben !?

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und mobil vor Ort Spiel-und Kulturpädgogische Veranstaltungen an. Fortbildungen und Beratung sind besonders geeignet für MitarbeiterInnen aus Kindergärten, KITA’s, und der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sie richtet sich auch an Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Praxisnahe Anregungen für Leute, die etwas in Bewegung bringen wollen. 

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Über Wolfgang Bort

Mitarbeiter der Spielwerkstatt Rhinozeros betreibt im Essener Unperfekthaus eine Kinder Kultur Werkstatt
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