Gesund Essen und Trinken mit Gruppen

Durch die Krisen der industriellen Nahrungsmittelproduktion erneut erschreckt , stehenFreizeitleitungen vorm Würstchengrill . Was tun?

Gesund Essen , kann lecker und muss nicht teuer sein !
Weder im Zeltlager noch zu Hause. Essen als Erlebnis nennt man auch speisen. Bewusstes Essen ist
ein erstrebenswertes Kulturereignis. Kinder kennen oft nur fertige Endprodukte. Die Entstehung der
„Lebensmittel“ ist eine Möglichkeit, Kindern einen neuen Zugang zu eröffnen.
Das Programm für Kinder in den Freizeiten bei Festen oder normalen Gruppentreffen ist dadurch
geprägt, die Kinder und Jugendgruppen soviel wie möglich an der Nahrungsmittel Herstellung zu
beteiligen. Dies ist der Haken an der Sache, selbst gemacht macht Arbeit.
Mit der Tütensuppe und der Konserve aus der Fabrik geht es alle Male schneller und ohne
Anstrengung sich einen vollen Bauch zu verschaffen.
Hier einige Beispiele – Rezepte in stark gekürzter Form und nicht immer 100% Vollwert:
Brot
Brot ist eine Speise, in kleine Stücke zerteilt kann jedes Kind seinen individuellen Hunger stillen.
Wenn einmal keine große Tafel vorhanden ist, isst man es einfach aus der Hand. Bei besonderen
Gelegenheiten kann es mit anderen Speisen gut kombiniert werden. Die unterschiedlichen
Herstellungsschritte geben den Gruppenleitungen die Möglichkeit zu unterschiedlichen Zeitpunkten
in die Produktion einzusteigen ( z. B. kann der Teig schon vorbereitet sein).
Indianerbrot
4 Tassen Weizenmehl (besser mit Vollkornmehl oder gemischt) , 1 Eßlöffel Backpulver, 1 Teelöffel
Salz und Gewürze nach Wahl ( Kümmel, Thymian, Muskat usw.) , ca. 0,4 Liter warmes Wasser:
Alles wird zu einem Teig zusammen geknetet, er muß weich sein und sich gut von der Schüssel
lösen. Kleine Stücke in der Handfläche zu Fladen kneten In der Pfanne mit etwas Öl von beiden
Seiten braun braten, eventuell auf heißen Steinen aus dem „Lagerfeuer“ backen.
Stockbrot
1000 g Weizenmehl (besser mit Vollkornmehl oder gemischt), 3 Päckchen Trockenhefe, 1 Esslöffel
Zucker, 2 Teelöffel Salz, ca. 2/3 Liter lauwarme Gemüse brühe, 1 Tasse lauwarmes Wasser: Zuerst
3 Löffel Mehl , die Hefe, den Zucker mit der Tasse Wasser verrühren und dies 1 Stunde stehen
lassen, dann Mehl, Salz und Gemüse brühe hinein geben und lange rühren und kneten, diesen Teig
in einem zugedeckten Topf 1 Stunde gehen lassen, ihn dann nochmals kneten. Kleine Portionen um
einen Stock geben und dieses über der Glut des Feuers langsam rösten, gelegentlich probieren.
Spezialbrot
1000 g Weizenmehl (besser mit Vollkornmehl oder gemischt, 100g Mondamin oder Maismehl, 3
Teelöffel Salz, 2 Esslöffel Kreuzkümmel, 2 Päckchen Trockenhefe, 1 Liter Lauwarmes Wasser, 1
Esslöffel Zucker: Die Hälfte des Mehls und die Hefe mit Wasser und Zucker verrühren und eine
Nacht stehen lassen, dann mit dem Rest Mehl, Salz und Kreuzkümmel hinzugeben , ausgiebig und
lange kneten , immer wieder ausrollen zerschneiden und kneten; dann ca. daumendick ausrollen
und auf ein tiefes Backblech (evtl. mit Backpapier auslegen) geben, mit dem Messer ein Gitter
schlitzen und mit Wasser bestreichen und etwas Salz und Kreuzkümmel darüber streuen, dann ca.
40 Min aus backen. Achtung die Oberfläche darf dunkel werden, aber nicht verbrennen.
Ziegenbrot
Brötchen oder Brot, in dünne Scheiben schneiden, mit cremigen Ziegenkäse dünn bestreichen, fein
gehackte Kräuter drüber streuen ,leicht salzen und kurz im Backofen auf backen oder auf dem Grill
anbraten, warm servieren.
Varianten:
Beim Supermarkt gibt es Vollkorn – Buttertoast , die Scheiben einmal quer zu Dreiecken schneiden.
Statt Ziegenkäse kann man Paprika, Tomaten, Zwiebeln oder anderes sehr klein hacken und mit
Olivenöl vermischt auf das Brot streichen.
Original Zwiebelbrotkuchen
250 g Mehl, 1Teelöffel Salz, 2 Teelöffel provenzalische Kräuter , 1 Teelöffel Kreuzkümmel, 100 g
Margarine, 2 Eier, 2 Tütchen Trockenhefe, etwas lauwarmes Wasser: Alles zu einen glatten Teig
kneten, flach auf ein Backblech geben, dicht nebeneinander mit der Gabel Löcher einstechen, 10
Min. sehr heiß vorbacken. Die Füllung: in dieser Zeit 250 g durchwachsenen, fein gewürfelten
Speck und 4 gehackte Zwiebeln anbraten und kaltstellen ( wer es fleischlos liebt, kann auch Porree
fein gehackt hinzugeben ), mit 200 g Quark, 2 Eiern, Salz, Pfeffer, Paprika, Piment, Thymian ¼ l
Sahne vermengen und auf den Brotteig geben. Alles nochmals 20 bis 30 Min. backen , eventuell mit
Alufolie abdecken, damit die Füllung nicht verbrennt. In kleine Stücke zerschneiden und servieren.
Überraschungsbrot
Überraschungsbrote gibt es in vielfältigen Formen. Zuerst braucht man einen Teig . Hier eignet sich
Hefe- oder Blätterteig. Diesen kann man herstellen oder fertig kaufen, je nach Zeitvorgabe.
Der Teig muss gut ausrollbar sein und nicht kleben. Auf einem Tisch wird eine abwaschbare Decke
gelegt und der Teig wird mit einem Nudelholz oder einer Flasche dünn ausgerollt. Dazu braucht
man immer ein wenig Mehl damit nichts anklebt. Dies ist oft eine staubige Angelegenheit,
deswegen empfehle ich eine Schürze. Dann werden etwa handgroße Stücke ausgeschnitten in die
Mitte kommt dann ein Teelöffel Überraschungsfüllung , dann wird der Teig als Tasche oder Beutel
vorsichtig zusammengefaltet und auf ein gefettetes Backblech gelegt . Dann kurz aufbacken bis der
Teig leicht braun ist. Die Überraschungsbrote handwarm servieren.
Die Füllung besteht aus einer weichen Käsecreme ( z.B.: Ziegenkäse mit saurer Sahne vermischt),
darin gibt kurz angebratenes sehr kleingeschnittenes Gemüse ( z.B. Zwiebeln, Tomaten, Paprika,
Lauch, Kohlrabi, Chinakohl, Rotkohl, Erbsen, Bohnen, Kürbis usw.) Die Füllung wird nach
belieben mit Gewürzen und Kräutern abgeschmeckt.
Mit Obst, etwas Zucker oder Marmelade und gemalenen Nüssen kann man auch eine süße Variante
backen.
Salat
Obstsalat süßsauer
Jeweils 1 Birne, Kiwi, Apfelsine, Zitrone, Apfel, , ein Esslöffel Zucker, ein kleines Glas
Gewürzgurken : Die Zitrone wird ausgepresst und mit dem Zucker vermischt, alles andere wird
klein geschnitten und zusammengegeben, je nach Geschmack noch ein wenig Essigwasser aus dem
Gurkenglas hinzufügen.
Knacksalat
300g Feldsalat, 1 beliebiger kleiner Salatkopf mit krausen Blättern, 1 Tomate, 4 Knoblauchzehen, 1
Bund Radieschen ,1 große Zwiebel , 1 gekochtes Ei, 2 Teelöffel scharfen Senf, 2 Esslöffel
Schmand, 2 Eierbecher Olivenöl, 1 Eierbecher 1 Teelöffel Salz, 1 kräftige Prise Pfeffer, Kräuter
nach Lust und Laune,: Die Soße besteht aus; 1 Eierbecher Öl, Senf, gehackter Zwiebel, gepressten
Knoblauch Salz und Pfeffer, Schmand , gehacktem Ei; alles gut in einer großen Schüssel verrühren.
Den Salat und das Gemüse zerkleinern und waschen, in die Schüssel geben; das restliche Öl in eine
Pfanne geben und 2 Hände voll Brotwürfel sehr knusprig anbraten, noch heiß auf den Salat geben
und alles vermengen und recht schnell servieren.
Suppe
Frische Freizeitsuppe
2 Stangen Porree , 500 g Möhren, kleines Stück Sellerie ,2 ½ kg Kartoffeln, 5 Zwiebeln ¼
Blumenkohl, 400 g Schinken, 100 g Margarine, 3 l Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Petersilie,
Liebstöckel, Piment, Salbei, Majoran, 4 gepresste Knoblauchzehen, 2 Lorbeerblätter: Gehackte
Zwiebeln und gewürfelter Schinken in der Margarine anbraten; das gewürfelte und geputzte
Gemüse hinzugeben und alles 5 – 10 Minuten dünsten, dann die Brühe und die geschälten und sehr
klein gewürfelten Kartoffeln hinzugeben salzen und eine ½ Stunde mit den 2 Lorbeerblättern garen.
Zum Schluß die Kräuter gehackt hinzugeben. Variante del ux : mit Würstchen, Variante Herbst:
anderes Gemüse(Wirsing, Bohnen, Paprika, Chinakohl).
Gute alte G.-. Suppe
5 Zwiebeln, 1000 g Gulasch (nur vom Schwein), 5 Knoblauchzehen Pfeffer und Salz :, 5oo g rote
Paprikaschoten, 4 Tomaten, 2 Dosen Tomatenmark, 2 Löffel Öl, 2 Teelöffel Paprikapulver:
Gehackte Zwiebeln in Öl anschwitzen , dann das Fleisch 10 Min. anbraten, danach das gehackte
Gemüse und die gehackten Knoblauchzehen, Tomatenmark, Paprikapulver zufügen und alles kurz
durch schmoren, dann Wasser hinzufügen. Diese Suppe sollte 45 Min schwach kochen, eventuell
mit Mondamin andicken und mit Pfeffer und Salz und klein gehackten Kräutern nach würzen.
Bratlinge ohne Fleisch
Die Wurst ist tot, es lebe der Bratling. Ein Tipp für das Leben nach der Grillbratwurst .
Bratlinge kann man in zwei Formen herstellen : als Bällchen (wie Frikadellen) oder als Röllchen
(wie Würstchen). Bratlinge kann man auf zwei Arten herstellen:
· in der Pfanne mit Fett braten ( Vorteil – sie sind frisch und locker –Nachteil—man muss sehr
vorsichtig beim Wenden sein , sonst zerbrechen sie anfangs leicht)
· im Backofen auf dem Backblech ( Vorteil – größere Mengen, weniger Arbeit – Nachteil –
wenn sie etwas zu lange backen, werden sie sehr schnell zu trocken und schmecken dann nicht
mehr ganz so gut)
Der Bratlingteig wird nach folgenden Mischungsverhältnis hergestellt:
Jeweils eine Tasse geschroteter Grünkern , Gemüsebrühe, ein Ei, ein Teelöffel frische Hefe gut
mischen und stehen lassen. Jetzt jeweils eine Tasse geraspelte Möhren, Zwiebeln mit viel Kräutern
und einer gepressten Knoblauchzehe in der Pfanne mit etwas Olivenöl kurz und heftig anbraten.
Nun wird alles miteinander gründlich vermischt, evtl. etwas Öl, eine Tasse gemahlene Nüsse
hinzugeben. Ist der Teig zu weich mit Paniermehl etwas trockener machen, ist er

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Über Wolfgang Bort

Mitarbeiter der Spielwerkstatt Rhinozeros betreibt im Essener Unperfekthaus eine Kinder Kultur Werkstatt
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