Kinder Kulturarbeit in den Stadtteilen

Spielwerkstatt Rhinozeros – Wolfgang Bort Tel. 0174 73 54 34 7
http://www.kulturorte.de/ Email: wolfgang.bort@web.de
Rhinozeros im Unperfekthaus
Friedrich Ebertstr.18-20 45127 Essen Mitte
http://www.unperfekthaus.de

Das Ruhrgebiet war Kultur(haupt)stadt 2010, wir machen weiter und betreiben Kinder Kulturarbeit „unten“. Um die Situation der Kinder zu verbessern, bedarf es in Wohnungsnähe für die vielen nicht mobilen Familien positive und anregende kulturelle Erfahrungen. Besondere Veranstaltungen in den Zentren. Mögen sie noch so qualifiziert sein, nutzen oft nicht der Mehrheit am Rande. Kinder sind kulturell aktiv,
Unter dem Motto: „ Kultur für Kinder jetzt“ kann ein exemplarisches
Offenes Kultur Angebot für Kinder mit vielen verschiedenen
Veranstaltungen für Kinder und Familien dort organisiert werden, wo die Menschen wohnen.
Hier einige Beispiele handelnder Auseinandersetzung mit der Welt und ihrer kulturellen Darstellungsformen der Kinder. Vieles ist möglich, einige Beispiele werden vorgestellt, alle sind niederschwellig, also leicht zugänglich, alle sind in der Praxis erprobt, also machbar.
Die Beispiele sind nach Zeitaufwand geordnet

Beispiele 3 bis 5stündigen Veranstaltungen
Eltern Kinder Spielfest – Kinder sind Forscher und Entdecker
Eine spielerische Reise in die Welt der Experimente Feuer Wasser Erde Luft. Eltern und Kinder erleben einen offenen Familiennachmittag in oder an einer Einrichtung.
Kinder – Kultur – „unten“
Mit Experimenten und Aktionen: Kinder als Forscher und Entdecker
der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft
Am Beispiel des Projektes „Feuer Wasser Erde Luft“ und anderen
Materialien wird vorgestellt und ausprobiert, wie Kindern
Naturwissenschaftliche Ergebnisse und Denkstrategien näher gebracht werden können. Unter dem Motto „Feuer Wasser Erde Luft“ geht es darum andere belebte und unbelebte Natur spielerisch zu erfahren und zu kennen zu lernen
Die Aktionen setzen sich aus folgenden Bausteinen zusammen:
Kleine Aktionsinseln
1. Element Wasser:
Kleine Modellboote bauen
Bunte Wasser Schüttelgläser
2. Element Luft:
Miniwindvögel
Bumerangs bauen
Raketen bauen
Fallschirmspiele
3. Element Feuer:
Fladenbrot oder Popcorn backen
Kerzengießen
Feuerkuchen
4. Element Erde:
Wir bauen Türme und Gebäude aus versch. Materialien
Plastiken aus Ytong
Nagelplastiken aus Holzresten, bauen mit einfachen Materialien

Dies sind einige Ideen, falls Ihr weitere wünscht, meldet Euch

Kinder als Forscher und Entdecker der vier Elemente Feuer, Wasser,
Erde und Luft
Im Spannungsfeld zwischen natürlichen und künstlich geschaffenen
Umwelten reduzieren sich immer mehr bei Kindern und
Heranwachsenden die ’natürlichen‘ und damit elementaren
Erfahrungen. Das Leben und Aufwachsen in der Stadt vermittelt den
Kindern viele Erkenntnissen. Jedes Kind lernt zwar bereits in der
Grundschule wie der Wasserkreislauf theoretisch funktioniert, was
Pflanzen brauchen, um zu wachsen und zu gedeihen oder warum die
Schatten am Abend länger sind als am Morgen, doch ausgehend von
unserem Ansatz der außerschulischen offenen Kinderarbeit, wollten
wir das zum Teil bereits vorhandene Wissen mit sinnlichen
Erfahrungen verknüpfen, neue Erlebnisfelder erschließen, um
vorhandenes Interesse zu intensivieren, bzw. Interesse zu wecken.
Im Kinderalltag angesiedelte Ereignisse und Situationen, sollten den
Beteiligten die Gelegenheit geben, von sich aus aktiv zu werden,
produktiv und spielerisch forschend mit dem Thema Natur
umzugehen.
Die Eckpfeiler, auf denen die Gesetzmäßigkeiten aller natürlichen
Zusammenhänge ruhen sind die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde
und Luft. Wir wählten für unsere Aktivitäten und Programme diesen
Rahmen, da die Elemente als Spielmaterial und Spielanlass immer
gegenwärtig sind. Als Vermittler zwischen Natur und Kultur in
Erscheinung treten, die die Erfahrungslandschaft Stadt mit sinnlich
erlebbaren Ereignissen anreichern.
Elemente, die zum Gegenstand der Spielprogramme genommen
werden, sollten neben all dem Spaß, den sie ohne Zweifel
vermittelten, den Kindern auch den Aspekt aufzeigen, wie mit den
Elementen umgegangen wird, wie man mit ihnen umgehen kann. Wer Wasser, Erde, Feuer als fühl- und damit wahrnehmbare Bausteine des Lebens, und somit auch der eigenen Existenz, als Kind erlebt und erfährt, der wird auch später eine andere, positive Einstellung dazu haben. Wasser und Luft, Erde und Feuer, durch ihre Allgegenwärtigkeit und Präsenz als Spielanlass und Spielmaterial für jeden jederzeit vorhanden, und damit auch handhabbar.
Mehr Infos: http://www.kulturorte.de/index.php/umwelt-entdecken
Beispiele 3 bis 5stündigen Veranstaltungen
KinderEi Kinder Kulturmobil
Das Kinderkulturmobil kommt, Kinder malen, spielen, erfinden und
experimentieren und vieles mehr eine offene Spiel und Kunstaktion
mit bis zu 50 Kindern. Ein örtlicher Kooperationspartner sucht den
Spielort aus und ist als persönliche Brücke zu der eigenen Einrichtung
dabei ein sehr niederschwelliges Angebot!!
Was ist drin, KinderEi?
Folgende Struktur haben die Aktivitäten und Materialien:
· Orientierung und Service ( Kinder anlocken, Kinder und
interessierte Mitmenschen informieren, ins Programm
einführen, Grundversorgung, Werkzeug und Tischflächen,
Gästebuch usw. )
· Atelier – Wir gestalten (alles was mit gestaltender Kunst zu
tun hat, was Kindern hilft sich auszudrücken)
· SpieleEi – Wir spielen ( Spiele und Bewegungsideen und
Materialien)
· Wir machen Theater ( Szenen, Spiele, Materialien, Texte)
· BücherEi (Sachen zum Schreiben und Lesen und Texten)
· Wir bauen (Sachen und Ideen zum Bauen)
· MeuterEi – Kinder wollen und wünschen ( alles, was
Kinderbedürfnisse für andere sichtbar macht)
A. Orientierung und Service
· RätselEi – Aus einem großen Kuvert werden bemalte Eier
herausgezogen, die etwas mit dem Programm zu tun haben
· Wandzeitung – Kleiner Plakatständer mit Magnetpunkten um
kurz Informationen aufzuhängen, eine Seite für Kinder, die
andere für Erwachsene
· Zettelkästen – Behälter um Flugblätter und Infos zu
präsentieren
· Sonnenschirme – Um optisch anzulocken ( bewährt hat sich
eine Tischklemme für die Sonnenschirme)
· Tischflächen ( feste und stabile Klapptische) werden
Veranstalter gestellt
· Wasserkanister
· Trinkbecher
· Wäscheleinen – Um Produkte zu präsentieren
· Museumskiste
· Transportkisten
· Erste Hilfe Set
· Müllbeutel
· Sammlung mit Buntstiften
· Kleinstwerkbank
B Atelier – wir gestalten
· StaffelEi – mit Farbe und Pinsel und vorgefertigte Pappeier
bemalen ( das Malen war sehr beliebt und ergebnisreich)
· SammelEi – Aus Eierkartons kleine Museen erstellen
· StempelEi – mit Stempeln Comics und Bilder stempeln
· WeberEi – In ein Drahtgeflecht weben
C SpieleEi
· Würfelspiel
· Storchennest – Stapelspiel mit Dachlatten
· LochEi – Geschicklichkeitsspiel
· HammerEi – Hockey mit Holzei
· FlugEi – Frisbee Hindernislauf
· RiechEi – verschiedene Riechdöschen
· Fallschirmspiele
· Wurfspiele mit Eierpappen
D Wir machen Theater
· Spiegel
· Verkleidungsmaterial
· Kleine Szenen, Rollenspiele
· Vorhang
E BücherEi
· LeseEi – Bücherkiste
· Das EI Buch zum hineinschreiben
· Schreibspiele
F Wir bauen
· Bauen mit Zeitungsröhren
· Bausteine selber machen
· Storchenhorst Stapelspiel
· Kuller – und Kugelbahnen
· Kartonstadt – Kartonmauern
G Kinder wollen und wünschen
· Wunsch und ÄrgerEi – Postkarten
· Fragebögen
· Wunsch und Ärgertorten
· Briefkasten
Beispiel WunschEier malen
WunschEier malen ist ganz einfach. Man gibt den Kindern eine Vorlage zum malen, wir würden ein kopiertes, geschwärztes Blatt Papier im Format DIN A3 geben mit einer Aussparung im Zentrum in Form eines Eies.
Vorgabe für die Kinder ist nun, die eigenen Wünsche zu malen, was
sie gerne mal machen oder erleben möchten, was sie gerne haben
möchten (sehr häufig!), was sie sich allgemein wünschen, was sich
ändern muss.
Alternativ dazu kann man die Kinder auch sog. „ÄrgerEier“ malen
lassen, in dieses Ei können sie dann schreiben, malen und krickeln,
was sie stört, worüber sie sich ärgern etc.
Dann sollte man die Blätter einmal in der Mitte knicken und in den
Briefkasten stecken, damit die Kinder wissen, dass ihre Wünsche gut
aufgehoben sind und nicht verloren gehen. Außerdem können sie
dann wirklich aus sich herausgehen, auch „private“ Wünsche äußern,
ohne dass ein Kind über ihre Zeichnung lacht.
Ein Tag mit dem KinderEi
Der erste und wichtigste Schritt, wenn man einen Einsatz unter freiem
Himmel durchführen will, ist die Suche nach einem geeigneten Ort.
Am besten eine Wiese oder ein Stadtpark, ein Spielplatz oder eine
andere Stelle, an der sich regelmäßig Kinder treffen, an dem man
vielleicht auch mit den Eltern der Kinder in Kontakt treten kann, wo es keine störenden Straßen und Verkehrsgeräusche gibt.
Zuerst einmal stellt man ein paar optisch ansprechende Schilder auf,
damit die Kinder auch sehen, um was es hier geht.
Bei unseren Malaktionen haben wir verschiedene eiförmige Pappen
von den Kindern bemalen lassen. Diese Pappen sollten aus stabilem
Karton vor dem Einsatz gefertigt werden (mit Schere und/oder
Tapetenmesser ausschneiden). Bei uns waren sie immer ein kleines
Stück größer als ein DIN A4-Blatt. Als Reserve kann man auch immer noch ein paar Kartons dabei haben, die kann man dann noch während des Einsatzes ausschneiden.
Wir haben immer ein paar stabile Staffeleien aufgestellt, auf denen
die vorher geschnittenen großen Pappeier mit Paketband angeklebt
wurden. Wenn die Kinder möchten, können sie auf die Rückseite ihren Namen schreiben. An den Seiten wurden kleine Metallkörbe befestigt, in die Gläser mit Farben zum malen gestellt wurden. Stellt man die Gläser einfach lose auf den Boden, werden sie meistens schnell umgeworfen. Man sollte Gläser mit dickem Glas benutzen, am besten sollte man sie auch noch verschließen können. Ehemalige Würstchen oder Marmeladengläser eignen sich hierfür hervorragend. Sie gehen nicht so schnell kaputt, und mit dem Drehverschluss kann man sie bis zum nächsten Einsatz verschließen, dann muss man die Farbreste nicht wegkippen.
Die Gläser sollten immer mit etwa 5 cm Farbe gefüllt sein, müssen
also regelmäßig auch mal nachgefüllt werden. In jeden Korb gehört
auch Eimer mit Wasser zum auswaschen der Pinsel.
Arbeitet man in einem geschlossenen Raum oder auf einem anderen
Untergrund, der nicht mit Farbe beschmiert werden darf oder sollte,
kann man auch eine große, wasserdichte Plane unter die Staffeleien
stellen.
Was für Eier gemalt wurden, wechselte von Einsatz zu Einsatz.
a.) Das HimmelsEi. Man legt einen großen Spiegel auf den Boden
zwischen die Staffeleien, möglichst so, dass alle Kinder ihn problemlos
und ohne „Halsverrenken“ sehen können. Wenn die Kinder jetzt
anfangen zu malen, sehen sie vor sich im Spiegel den Himmel über
sich. Dieses Motiv sollte mit ihnen gemalt werden.
b.) Das MalEi. Hier sollte ohne vorgegebene Motivwahl einfach
drauflos gemalt werden. Man sollte dabei auch mit den Kindern
sprechen und sie z.B. fragen, welches Motiv sie erarbeiten möchten.
Dann kann man ihnen gegebenenfalls auch beim malen helfen oder
Tipps geben, wenn es nicht so klappt, wie man möchte.
Auch immer sehr beliebt (bei den Kindern weil´s Spaß macht, bei uns, weil´s nicht viel Mühe macht) war der „höchste Turm von ………“ Auf einem der Tische wurden Seiten aus einer Tageszeitung mit langen Stangen (Vogelbauerstangen) zu Rollen aufgerollt. Aus diesen Rollen sollte dann ein möglichst hoher Turm mit Kreppklebeband zusammengeklebt werden.
Bei Gelegenheit haben wir dann auch mit Kartonröhren und
Plastikschläuchen eine Kugelbahn für Murmeln gebaut. Wir haben die Röhren und Schläuche nach den Wünschen der Kinder zurecht
geschnitten und gesägt, sie haben sie dann zusammen gesetzt und
die Geheimnisse der Schwerkraft erkundet.
Voraussetzung ist ein stabiler Boden, auf einer Wiese oder unebenem
Boden macht das ganze keinen Spaß. Um Stabilität in die Sache zu
bringen, kann man die Bahn auch auf einem Stuhl bauen, um die
Lehne herum, an den Beinen entlang etc. Immer einen Becher, Eimer
o.ä. unter die Kugelbahn stellen, sonst sind die Murmeln ganz schnell
weg oder jemand rutscht drauf aus.
Alle Namen und Adressen, die von den Kindern (freiwillig!) auf den
Eiern etc. hinterlassen wurden, haben wir gesammelt und als
Adressverteiler aufgearbeitet. Als Abschluss haben wir in ………. eine
Ausstellung durchgeführt, bei der alle erarbeiteten Materialien gezeigt
wurden und natürlich auch viel gespielt wurde.
Mehr Infos: http://www.kulturorte.de/index.php/aus-der-praxis/1-alles/11-daskinderei-ein-kinderkulturmobil

Beispiel einer 5 bis 10tägigen Veranstaltung
„Käthe, die Erdumseglerin“ – Ferienaktionen Theaterprojekt
Wir reisen nach Afrika oder……..! Kinder lernen in einer Woche
andere Kulturen kennen. Eine Theaterwerkwoche für ca. 30 Kinder
am letzten Tag ist eine Aufführung für die Familien und Interessierte.
Jeder Tag dauert von 10.00 bis 16.00 Uhr am letzten Tag beginnt um 15.00 Uhr eine Vorstellung für Familien und Interessierte.
Mehr: http://www.kulturorte.de/index.php/aus-der-praxis?start=10
Und noch mehr zum Kätheprojekt: http://www.kinder-einer-erde.de/

Beispiel einer 14tägigen Veranstaltung
Spielstadt
Was ist eine Spielstadt?
Ein Ort in dem die Kinder (Schwerpunkt Grundschulalter), das Leben
in einer Stadt handfest erleben können. Die Erwachsenen stellen
ihnen einen räumlichen und organisatorischen Rahmen ihn denen die
Kinder „Stadt“ spielen. Dieser Rahmen ermöglicht es Ihnen, sich nach
den eigenen Interessen zu organisieren und mit den Notwendigkeiten
einer „Kommune – Gemeinwesen“ und den einzelnen „Gewerken –
Berufen“ spielerisch handelnd auseinander zu setzen. Wenn der
Rahmen steht, greifen die Erwachsenen nur wenig steuernd ein, die
Aufgabe in einer Stadt zu leben und zu arbeiten wirkt für sich und hat
für die Kinder eine hohe motivierende Komponente. Spielstädte
haben, im Kontrast zu schulischem Lernen einen hohen Freiheitsgrad,
man ist „Schreinerin“ oder „Müllmann“, wenn man es will und
Bürgermeister, wenn man gewählt wird
Warum Spielstädte?
Die aktive Beteiligung der Kinder an den, sie betreffenden Dingen
wird heute kaum noch in Frage gestellt. Soll Partizipation nicht
vordergründig bleiben, müssen Kinder die Notwendigkeit, Strukturen,
Mechanismen und Wirkungsweisen demokratischer Organe,
Einrichtungen, Berufe, Ämter etc. kennen und begreifen (bitte wörtlich
nehmen) und mit ihnen umzugehen lernen.
Ziele:
Das Funktionieren eines Gemeinwesens erleben und begreifen, selbst
handelnd erproben. Weitgehend selbstorganisiert handeln.
Die Frage nach Gemeinsamkeiten, Traditionen, Bräuchen,
gesellschaftlichen Strömungen spielerisch stellen und Antworten
herausfinden
Arbeitsweise:
In einer „Spielstadt“ erleben die Kinder:
Arbeit, Geld verdienen, Steuern zahlen und Konsum
Selbstorganisiert und selbstverantwortlich Handeln
Demokratie bei Wahlen, Abstimmungen und Gremienarbeit
Wie und warum eine Stadt funktioniert und welche Mühe es kostet,
für alle die größtmögliche Zufriedenheit zu erreichen
Freizeitgestaltung, Bräuche, Künste, Wohnumfeld, Berufe spielend
erkennen
Kreative und lustvolle „Zukunftsplanung“
Das Programm einer Spielstadt:
Die interessierten Kinder melden sich in „ihrer“ Stadt an, erhalten die
notwendigen „Bürgerpapiere“ und Arbeitserlaubnisse, suchen sich eine
Arbeitsstelle oder gründen selbständig ein Unternehmen, arbeiten und
konsumieren, zahlen Steuern und Abgaben, wählen u.a. ihren
Stadtrat, entscheiden bei Versammlungen die notwendigen
Maßnahmen, feiern gemeinsam, treiben Sport, besuchen kulturelle
Veranstaltungen, arbeiten in Werkstätten, spielen Theater,
beschäftigen sich mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen, lernen das Leben in einer „Siedlung“ hautnah kennen etc.
Ein Team aus Honorarkräften und Ehrenamtlichen organisiert die
Grundstrukturen, stellt Spielräume bereit, motiviert zu
Spielprogrammen in denen die Kinder sich bewegen und begleiten das, ansonsten eigendynamische „Spiel“ der Kinder durch sparsame
Impulsgebung und Lenkung.
Beispiele Aktionsinseln/Gewerke:
Verwaltung und Stadtrat
Rathaus: organisiert das Stadtleben.
Ordnungs- und Einwohnermeldeamt: Anlauf- und Infostelle für Kinder
Jobcenter: vermittelt und steuert die Arbeit der Kinder
Bank und Finanzamt: steuert den Geldfluss
Versorgung
Kantine Küche: sorgt für Verpflegung
Bar – Eisdiele – Bäckerei: sorgt für besondere Verpflegung
Kiosk: Verkauf von Kleinigkeiten und Getränken
Dienstleitung
Krankenstation Apotheke: Ambulante stationäre Behandlung und
Beratung
Post: verteilt Briefe und Pakete
Verkehr Taxi: Transport von Personen und Materialien, Kurierdienste,
Müllabfuhr Müllverwertung Stadtreinigung: hält die Stadt sauber
Zeitung: Herstellung und Verkauf der Lokalzeitung
Frisör Schönheitsfarm: frisieren und vieles mehr,
Waschküche Waschen wie in Omas Zeiten
Kultur Freizeit
Theater: Schatten- und Menschentheater
Kunstwerkstatt: Malerei Bildhauerei
Sporthalle: Zirkus und Betriebssport
Produktion
Werbeagentur Druckerei: Druck von Flyer und Formularen
Solarwerkstätten: Herstellung von Produkten mit Solarantrieb
Spielzeugfabrik: Herstellung von Spielzeug und Dekoartickeln
Schreinerei: Holzarbeiten
Schneiderei: Kleidung und andere Textilien produzieren
Schmiede Maschinenfabrik: Schmieden und Schlosserarbeiten
Fahrzeugwergstatt: Bau/Reparatur von Taxis aus großen
Einkaufswagen
Gärtnerei: Stadtbegrünung
Maurerwerkstatt: Mauern und Verputzen
Erfinderwerkstatt: Raketen bauen und starten, weitere Geräte
konstruieren und bauen.
Schmuckwerkstatt: Herstellung von Schmuck
Instrumentenwerkstatt: Herstellung von Musikinstrumente
Musik und Filmstudio Herstellung von kleinen Filmen
Mehr Informationen:
http://www.kultur-kinder.de/html/spielstadt_jahre.html
Beispiel eines längerfristigen Projektes
KRUGA trotz GRUGA
Kleines Ruhrländisches Gartenmuseum „………………..“
Stadtteil Kultur – Offenes Atelier – dreimal sieben Inseln der Freude
Projekt 2010
Ausgangslage
Dieses Angebot möchte besonders die Lebensqualität von Kindern
und Familien in „………“ verbessern. Besonders ist auch an Kinder mit
eingeschränkten Lernmöglichkeiten gedacht. Die Grundidee ist es,
mit fertigen Veranstaltungsbausteinen die Initiativen der Bewohner
(Familien) zu einem erweiterten kulturellen Programmangebot zu
ermuntern und konkret zu aktivieren. Um die Situation der Familien,
der Kinder zu verbessern, bedarf es in Wohnungsnähe für die vielen
nicht mobilen Familien positive und anregende kulturelle
Erfahrungen.

Das Projekt „KRUGA“ wird mit Kindern und Familien aus
„………“ gemeinsam entstehen können. Möglich sind zwei
ausgewählte Orte in „………“.
Die Spielwerkstatt Rhinozeros bietet ihre Mitarbeit zur Konzeption,
Vorbereitung,
Dokumentation und Durchführung an.
Die Kinder und Familien werden in aller Regel als Produzenten, nicht
als Konsumenten verstanden. Die Veranstaltungen sind keine
Massenveranstaltungen und sind meistens für etwa 20 bis 40 bis
Personen gedacht, die sich Produktionsgruppen einteilen. So ist eine
aktive und produktive Produktionssituation möglich.
An ausgewählten Orten werden jeweils an sieben Pfählen
(Straßenschilder) selbst gestaltete Kunstwerke montiert. Diese
werden von uns wetterbeständig und weitestgehend, vandalismusfrei
nachgearbeitet. Die „Sieben Inseln der Freude“ werden jeweils direkt
vor Ort in einer mobilen Werkstatt produziert.
Das Projekt sollte etwa 3 bis 5 Monate dauern. An vielen Tagen wird
vor Ort produziert, es sind dann Gruppen und Klassen eingeladen
Das Offene Atelier will Kinder und Familien dabei unterstützen, sich
auszudrücken, sich kreativ zu entfalten stark und selbstbewusst zu
sein und mit anderen Kindern friedlich zusammen zu leben. Zur einer
Ausstellung sind die Familien, Freunde und die Öffentlichkeit
eingeladen. Kinder werden nachdenklich, sie unterstützen sich
gegenseitig und gewinnen dabei auch neue Freunde. Wer kommt,
kann mit tun.
Die Kunstwerke werden in Zusammenarbeit nach Bedarf und Fähigkeit der Kinder und Familien nach und nach entstehen und mit dem Projekt nicht abgeschlossen sein, sondern weiter wachsen können.
Die Objekte entstehen überwiegend aus einfachen naturnahen
Materialien. Durch kreative Gestaltung der „Denk – Male“ haben die
Kinder die Chance deutlich zu machen, welche Wünsche, Meinungen
und Sichtweisen sie haben. Das Offene Atelier will Kinder dabei
unterstützen, sich auszudrücken, sich kreativ zu entfalten stark und
selbstbewusst zu sein. Zur Zwischenausstellung sind die Familien,
Freunde und die Öffentlichkeit eingeladen.
Ähnliche Projekte:
http://www.kultur-kinder.de/pdf/beteiligungscamp.pdf
http://www.kulturorte.de/index.php/spielplatz-kinderfreundlich
http://www.kulturorte.de/index.php/kinderkulturgarten

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Über Wolfgang Bort

Mitarbeiter der Spielwerkstatt Rhinozeros betreibt im Essener Unperfekthaus eine Kinder Kultur Werkstatt
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