Öffentlichkeitsarbeit Eltern und Freunde suchen und gewinnen

Erziehung kann ohne einen fruchtbaren Kontakt zwischen Eltern und Pädagogen auf die Dauer nicht funktionieren. Alle pädagogischen Bemühungen der Profis brauchen die Akzeptanz und Mitarbeit der Amateure. Sie sind auch die einzigen Lobbyisten für die langfristige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Ganztagsgrundschulen, Kindertagesstätten und Kindergärten. Eltern muss man „suchen“. Die tätigen Mitarbeiterinnen haben daran ein langfristiges existentielles Interesse. Um Eltern in einer eher kinderfeindlichen, aber reizstarken Umgebung, für die eigenen Ziele zu gewinnen, muss man werben (im ursprünglichen Sinn: sich drehen, auch wirbeln).

Alle diese Tätigkeiten nennen wir im so genannten „Non-Profit- Bereich“ etwas distanziert sachlich Öffentlichkeitsarbeit. Von der Bibel bis zur Werbeindustrie gibt es eine Fülle von markigen bis blumigen Sprüchen, die Notwendigkeit und Stoßrichtung der Öffentlichkeitsarbeit forsch untermauern:

„Stell‘ Dein Licht nicht unter den Scheffel.“

„Wer nicht wirbt, der stirbt.“

„Gutes tun und darüber reden.“

„Die Hälfte der Werbung kommt an, leider wissen wir nicht welche Hälfte.“

Diese Sprüche können beliebig erweitert werden. Sie sind so formuliert, dass sie uns treffen sollen, manchmal treffen sie auch zu. Bevor wir uns etwas sachbezogener an dieses, in der Kinderpädagogik noch etwas am Rande stehende Aufgabenfeld begeben, möchte auch ich den flotten Spruch eines Mitarbeiters von Coca Cola anführen, der mich vor vielen Jahren sehr beeindruckt hat:

„Werbung ist langfristig nur dann wirksam, wenn das Produkt gut ist.“

Übersetzt heißt das: „Nur wenn die pädagogischen Ziele und Methoden in der KITA und Schule akzeptabel und plausibel erscheinen, die Profis sinnvoll und reflektierend tätig sind, also glaubwürdig und identisch handeln, kann Öffentlichkeitsarbeit wirksam werden. Ist das Licht nur eine „Tranfunzel“, dann braucht man dafür keinen Leuchter.“ In der Öffentlichkeitsarbeit geht es um Botschaften, die ein „Sender (hier z.B. : das Team, der Elternrat, der Kindergartenträger oder alle zusammen der Kinder-garten) einem „Empfänger“ (hier: die Eltern, das Umfeld der Familien, die zukünftigen Eltern, der „politische“ Raum, die Bevölkerung im Einzugsgebiet) sendet. Steht bei den Botschaften das Interesse des „Empfängers“ im Vordergrund, so nennt man eine solche Botschaft Information. Liegt das Interesse der Botschaft mehr beim „Sender“, so wird eine solche Botschaft als Werbung bezeichnet. Ich werbe aus meinen Interessen heraus. ich informiere, um die Interessen der anderen willen. Da ich bei der Übermittlung meiner Botschaften nicht immer das Einzel- oder Kleingruppen-Gespräch anbieten kann, werde ich mir ein Medium (Träger) für meine Botschaften suchen. So erreiche ich mehr und häufiger Menschen als im Kontakt von „Angesicht zu Angesicht“. Im Bereich der KITA, Grundschule kenne ich meine „Empfänger“ meist persönlich, deshalb ist ein persönlicher Stil meine Botschaften wichtig, um sie interessanter zu machen. Öffentlichkeitsarbeit teilt sich in zwei Bereiche, die sich im Rahmen der pädagogischen Arbeit oft überschneiden, und nur auf dem Papier getrennt existieren: Der erste Bereich kann kurzgefasst „Image“ genannt werden. (Von dem Gesamtangebot der KITA, der Offenen Ganztagsschule der Zielgruppe ein vertrautes Bild schaffen.) Hier geht es allgemein gesagt darum, die pädagogische Einrichtung in ein positives (kompetentes) Licht zu setzen, die Wichtigkeit dieser wertvollen Tätigkeit klar und deutlich hervorzuheben, die Besonderheiten gerade dieser Einrichtung verständlich zu vermitteln. Imagebildung ist in unserer Gesellschaft nötig, weil Kindergärten und andere Einrichtungen von der Gesellschaft eher als notwendiges Übel betrachtet werden. Als etwas, was wohl prinzipiell nötig ist, aber nicht zu teuer werden darf, anderes ist wichtiger, z.B.:

Unterhaltung (TV), Mobilität (Straßen), Bildung (Schule),

Gesundheit (Medizin), Sicherheit (Polizei, Militär) etc.

Viele Kolleginnen in den Kindergärten/ Schulen haben noch nicht erkannt, dass gesellschaftliche Bedeutung und Wichtigkeit nicht angeboren sind und auch nicht in wohlwollender Harmonie übertragen werden. Um Einfluss und Ansehen wird gestritten, hier wird es also politisch. Wer glaubt, qualifizierte Arbeit mit Kinder zu leisten reicht aus, verkennt gründlich die Gestaltungsmöglichkeiten in unserem Land. Imagebildung richtet sich also über die einzelnen Eltern hinaus an das gesellschaftliche Umfeld des Kindergartens und der Grundschule. Die Zielgruppe unserer Botschaften ist wesentlich breiter (Nachbarn, Politikerinnen, Wählerinnen, ehemalige wie zukünftige Eltern etc.)

Der zweite Bereich der Öffentlichkeitsarbeit richtet sich an einem speziellen Anlass aus, z. B.: die Werbung für einen Elternabend, ein Sommerfest, eine Spendenaktion, eine Verbesserung des Angebots etc. Hier sollen die angesprochenen Erwachsenen direkt etwas tun, sich beteiligen. Hier wird es besonders wichtig, dass die Botschaften direkt an eine genau umrissene Zielgruppe gerichtet sind. Die Frage, wen will ich erreichen und bewegen, sollte also sehr genau beantwortet werden können. Ich muss mit meiner Botschaft treffen, also Betroffenheit erzeugen. Wenn ich alle treffen will, geht viel daneben. Weiß ich aber, wen ich treffen will, kann ich genauer überlegen und festlegen, wie die Botschaft gestaltet wird (z. B. Plakat, Prospekt, Brief, Wort usw.), welche Botschaften überhaupt Betroffenheit auslösen, und welche davon für meine Ziele wichtig sind. Erwachsene (Eltern) sind, statistisch gesehen, täglich Ziel von etwa 2000 (!) Botschaften (Öffentlichkeitsarbeit / Werbung). Die Botschaften der KITA sind Nr. 2001 – 2008. Um bei dieser Reizüberflutung überhaupt durchzukommen, bedarf es origineller Anstrengungen. Ziel all dieser Tätigkeiten ist es Erkennen und Vertrauen auszulösen. Für etwas, das ich kenne und das ich gut finde, engagiere ich mich, da bin ich dabei. Im Gegensatz zur Öffentlichkeitsarbeit für Hackfleischbrötchen oder brauner Limonade, braucht ein Kindergarten nicht so intensiv und aufwendig werben. Schulen und KITAs haben es etwas leichter, denn sie sind:

1. wirklich wichtig für die Betroffenen,

2. vielfältig, aufregend und spannend,

3. lebendig, mit Menschen gefüllt,

4. viele Menschen haben täglich damit zu tun.

Zum Erscheinungsbild einer Einrichtung gehört auch ihr Name. Er ist Programm und sagt etwas über die Machtverhältnisse beim Träger aus. Viele Einrichtungen sind nach bürokratischer Zweckmäßigkeit benannt worden, pädagogische Überlegungen standen nicht im Vordergrund. Wenn wir von der Position der Mitarbeiterlnnen her denken, sollte das Image einer Einrichtung von hoher Bedeutung sein. Getreu der Aussage des amerikanischen Psychologen Watzlawick; „Man kann nicht nicht kommunizieren“ gibt es viele imagebildende Botschaften, die als solche nicht direkt wahrgenommen werden. Die folgende Zeit-Medien-Matrix hilft bei der Arbeitsteilung recht gut.

„Schaufenster“ der KITA / Schule

Das Gebäude und Gelände der Einrichtung sind Teile der Botschaften an unsere Zielgruppe. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wirken sie selbst als Ausdruck für die dahinter stehenden pädagogischen Bemühungen, die so, in die Nachbarschaft hinein, dargestellt werden. Viele Kindergärten verstecken sich aber hinter Ziersträuchern. Erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass es eine Kinder- Tagesstätte ist, und nicht die Außenstelle des Stadtsteueramtes. Das Gelände vor der Einrichtung ist Teil der Botschaft, die ausdrücken soll: „Hier wird pädagogisch und qualifiziert gearbeitet! Hier fühlen sich Kinder wohl. Hier sind Eltern erwünscht.“ Wenn der Eingang schlecht zu finden ist, und konventionelle Vorgartengestaltung, oder Auto orientierte Drive-In Situationen überwiegen, zeigt das: „Wir nehmen uns und die Kinder in ihrer Eigenständigkeit nicht so wichtig.“ In diesem Fall braucht die pädagogische Einrichtung dringend eine Verbesserung seines Image. Da Kindergärten überwiegend zu organisatorischen Einheiten gehören, die ihre Räume nach ästhetischen Kriterien von Erwachsenen (z.B. schön grün, aber ordentlich) gestalten, bleiben die eigenständigen pädagogischen Bemühungen im Gesamterscheinungsbild meistens auf der Strecke. Eine gute Übung ist die eigene Einrichtung, mit unbedarften Fremden zu begehen, und sich dabei deren Eindrücke schildern zu lassen. Hier kann deutlich werden, wie andere wahrnehmen, denn gerade die ersten Eindrücke wirken bei Betroffenen noch lange nach. Hinter der Eingangstür beginnt die „Binnenöffentlichkeit“. Überwiegend die Eltern besuchen die Einrichtung, sie bringen die Kinder oder holen sie ab. Gerade im Eingangsbereich werden entscheidende Botschaften mitgeteilt. Mehrere Gesichtspunkte sind daher zu beachten:

• Nicht informativ gestaltete Eingangsbereiche zeigen: Niemand hat Interesse mir etwas mitzuteilen. Sie ermöglichen Vermutungen wie: „ Das Team ist sich selbst genug oder hat vielleicht interne Probleme, oder es kann sich nicht einigen.“ Untätigkeit öffnet so Spekulationen Tür und Tor. Wer nichts gestaltet, überlässt sein Image dem Zufall.

• Eingangsbereiche, die überwiegend nach der Ästhetik der Mitarbeiterlnnen oder des Trägers gestaltet sind, zeigen, dass die Selbstdarstellung der betroffenen Erziehenden im Vordergrund steht, Kinder spielen hier eine eher untergeordnete Rolle.

• Viele der Botschaften wirken auf die Besucher (Eltern) nicht rational und logisch, sondern eher emotional. Einige Eltern haben es eilig, andere sind gedanklich abwesend, wieder andere überblicken „die Lage“ eher flüchtig, andere haben eine penetrante Liebe zum Detail. Das „Schaufenster“ des Kindergartens wird aus sehr verschiedenen Blickrichtungen betrachtet.

• Um ein abgerundetes, anschauliches, gehaltvolles Schaufensterbild zu gestalten, sollte einiges berücksichtigt werden:

• Blickfänger mit Fernwirkung einsetzen z. B.: einige große Fotos statt vieler kleiner, dreidimensionale Ausstellungsstücke statt nur Bild und Schrift usw.

• Überflüssige Botschaften vermeiden z. B.: Plakate von „gestern“, Informationen, die nicht unmittelbar Elterninteressen betreffen, langweilige oder unverständliche Texte usw.

• Das „Schaufenster“ ist kein Lager. In einem Schaufenster ist nichts Ungewolltes, Zufälliges, Widersprüchliches.

• „Schaufenster“ haben eine sachliche und eine persönliche Komponente. Persönliches spielt also eine wichtige Rolle, z. B. Fotos von Kindern, Namen von Elternräten etc.

• „Schaufenster“, in denen man als Eltern selbst aktiv werden kann, wirken nachhaltiger z. B.: Meinungen äußern, Tätigkeiten ausprobieren, kleine Spielereien usw.

• „Schaufenster“ sind eine Mischung zwischen neuartigen, interessanten und vertrauten Botschaften. Die Einrichtung als „Schaufenster“ ist zu überwiegendem Teil Imagepflege und nur zu einem geringen Teil wird dort für konkrete Anlässe geworben.

Vielfalt der Kanäle

Öffentlichkeitsarbeit betreiben heißt, die Vielfalt der Medien nutzen. Neben dem persönliche Gespräch, gibt es eine Vielzahl von medialen Möglichkeiten zur Imagepflege.

Hier eine kurze Auflistung der Medien, die für die Öffentlichkeitsarbeit im Kindergarten / Grundschule herstellbar, und bezahlbar sind:

– Plakat in der Einrichtung

– Kleinplakat für die Umgebung

– Handzettel

– Brief

– Kindergartenzeitung

– Wandzeitung

– Ausstellung

– Diaserie

– Zeitungsartikel

– Hörfunk

– Videofilm

– Internet

Einige Medien werden später noch genauer vorgestellt. Wichtig ist hier die Aussage, dass Öffentlichkeitsarbeit besonders dann wirksam wird, wenn die Eltern Botschaften aus mehreren Kanälen empfangen. Hinzu kommt die Feststellung, dass Botschaften, die nur einmal treffen nicht so wirksam sind wie Botschaften, die öfter treffen. Öffentlichkeitsarbeit heißt also auch, wichtige Aussagen zu wiederholen. Natürlich gibt es bei der Aufteilung der verschiedenen medialen Aktivitäten günstige Zeitpunkte.

Beispiele:

– Ein Plakat in der Einrichtung sollte zwei Wochen zu sehen sein, für ein Kleinplakat beim Bäcker reicht vielleicht eine Woche.

– Handzettel und Briefe wirken eine Woche vorher.

– In Kindergartenzeitungen können bedeutsame Ereignisse schon lange vorher angekündigt werden.

-Wandzeitungen und Ausstellungen wirken etwa einen Monat

-Ankündigungen über Lokalzeitung und Hörfunk nur einen Tag vorher.

-Zeitungsberichte, Diaserien und Videofilme wirken nach, bringen wichtige Botschaften wieder in Erinnerung.

Personen erziehen – personales Angebot

Das Interessanteste in pädagogischen Einrichtungen sind die Menschen. Oft verstecken sich pädagogische MitarbeiterInnen aus falscher Bescheidenheit oder Unsicherheit. Häufig stapeln sie tief oder werden erst öffentlich, wenn problematische Situationen entstanden sind. Dies ist eindeutig der falsche Weg. Die Einrichtungen sind anerkannt, sie werden öffentlich gefördert, und dort leben und arbeiten Menschen. Die persönliche Nähe ist die Stärke der PädagogInnen – sie sind wer. Man kennt die Verantwortlichen beim Namen. Was in der Wirtschaftswerbung mühsam aufgebaut werden muss, ist für sie selbstverständlich: „Hier erzieht Frau Müller.“ Eltern wünschen sich persönliche Partner in der Erziehung ihrer Kinder, und keine Planstelleninhaberln. Ein leibhaftiger Mensch wirkt weitaus intensiver und nachhaltiger als ein stilisierter Werbeträger. Sorgen Sie dafür, dass die Verantwortlichen als Personen bekannt sind. Dieses gilt auch für Eltern, auch da stehen Ihnen Personen gegenüber, auch hier ist es wichtig: Greifen Sie wichtige Botschaften auf und machen Sie diese öffentlich, es sei denn, die Intimität wird verletzt. Besonders wirksam ist es, wenn die Einrichtung „ins Gerede kommt“. Es ist für Ihre Ziele und Tätigkeiten besonders wichtig, dass Eltern und andere Menschen über Sie sprechen. Wenn über Ihre Botschaften bei den Eltern gesprochen wird, so ist dies eine erhebliche Verstärkung. Sollte umgekehrt viel negativ über sie geredet werden, also mehr oder weniger heimlich ungünstige Äußerungen verteilt werden, ist das für die Einrichtung eine schlechte Ausgangssituation. Imagebesserung wird dann zunehmend wichtiger. Heimliche Botschaften sollten öffentlich gemacht werden, denn dann kann man sich mit den Sendern der Botschaften auseinandersetzen. Um nicht ständig in die Situation zu gelangen, dass über Sie „schlecht“ geredet wird, sollten Sie von Anfang an offensiv mit Information und Werbung umgehen:

• Einrichtungen und Teams, die den Eindruck machen, hier geschieht viel Geheimnisvolles, hier wird etwas unter den Tisch gekehrt, hier werden unzureichende oder unklare Informationen gegeben, öffnen der Spekulation Tür und Tor.

• Gestalten Sie Ihre Botschaften so, dass darüber gesprochen wird. Regen Sie an, dass in Ihrem Sinne darüber gesprochen wird.

• Aktivieren Sie Fürsprecherlnnen, die sich für Ihre Sache einsetzen. Achten Sie darauf, dass diese Fürsprecherlnnen eine gewisse Anerkennung genießen, nur diese sind für Ihre Öffentlichkeitsarbeit nützlich. Eine wichtige Voraussetzung für wirksame Öffentlichkeitsarbeit ist Ihr eigenes Selbstbewusstsein. Wer nicht davon überzeugt ist, den Eltern etwas Wichtiges mitzuteilen, sollte es besser unterlassen. Manche von uns sind wohl recht selbstbewusst, achten aber nicht darauf, dieses sprachlich zu äußern. Auch durch unklare Formulierungen können dann falsche Eindrücke entstehen:

– Fragen wirken eher unglaubwürdig.

– Sie haben die hilfreichen Antworten.

– Die bürokratisch geprägte Neigung Tätigkeiten in Hauptworten auszudrücken, wirkt eher steril und unpersönlich.

– Zeitworte klingen aktiver und direkter. Benutzen Sie in Ihren Botschaften eher Verben, das wirkt aktiver, z.B.: erziehen statt Erziehung, beraten statt Beratung, fühlen statt Emotion.

– Mit dazu passenden Eigenschaftswörtern machen Sie Ihre Aktivitäten farbiger.

– Wenn ich die Eltern direkt anspreche, treffe ich Sie eher, als wenn ich indirekt und in der Möglichkeitsform spreche.

Medien in der Öffentlichkeitsarbeit

Es gibt viele einfache und preiswert gestaltete Medien, die Sie für Ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Zusätzlich können Sie auch Medien nutzen, die öffentlich zugänglich sind wie Presse, Rundfunk, Internet etc. Die folgenden Zeilen möchten einen kurzen Überblick geben und aufzeigen, welche Chancen und Möglichkeiten mediale Botschaften haben, und wie Sie kostengünstig, wirksam und wenig arbeitsintensiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben können. Ein Grundsatz wurde bereits genannt: Möglichst viele mediale Botschaften gleichzeitig einsetzen.

Die Haus-Zeitung

Eine regelmäßig erscheinende Hauszeitung ist für die Öffentlichkeitsarbeit eine bedeutsame Stütze. Die Eltern finden in diesem Medium wichtige Informationen und Nachrichten. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit in der Aufmachung und im Erscheinungsrhythmus der Ausgaben. Jährlich sollten schon 5 bis 6 Ausgaben erscheinen. Lieber eine dünne Ausgabe als eine Doppelnummer. Ein bis zwei gestaltete DIN A3 Blätter auf DIN A4 gefaltet reichen schon aus. Diese Seiten sind im Kopierzentrum oder den Trägerbüros recht kostengünstig herzustellen. Bei der Gestaltung dieser Seiten sollte das Mitarbeiterlnnenteam die Eltern, die Grafikcomputerprogramme besitzen, unbedingt einspannen. Wichtig für eine Haus-Zeitung sind kurze Berichte und Nachrichten, die durch Zeichnungen aufgelockert werden. Viele Fotos können nicht eingesetzt werden, da nur sehr kontrastreiche Fotos schwarz-weiß kopiert werden können.

gelesen werden:

· kurze Informationen

· Zwischenüberschriften

· Kinderäußerungen

· Kleinanzeigen

· kurze Leserbriefe

· Ideen für den Alltag mit Kindern

· Persönliches

· Termine (sie werden aber nicht behalten) nicht gelesen werden:

· Rechtsbelehrungen

· Grundsatzerklärungen

· Predigten

· Gedichte

· Aufrufe

· alles, was länger als eine Seite ist

· „Bleiwüsten“, also reine Schriftseiten ohne Bildgestaltung

Eine Redaktion bestehend aus Eltern und Mitarbeiterinnen sollte sich regelmäßig treffen um die Zeitung zu erstellen. Begleitend, für besonderen Anlässen können auch Sondernummern erscheinen. Wichtig ist, die Zeitung in der Einrichtung regelmäßig zum Verkauf (1 – 2 Euro / Stück) anzubieten, auch wenn keine größeren Kosten entstehen. Ein Verkaufspreis wertet auf. Ein kurzes Wort in eigener Sache; ich ärgere mich häufig über zu kleine Schriftgrößen. Einige Redaktionen neigen dazu, durch Verkleinerungen möglichst viel Text unterzubringen, doch je kleiner die Schrift, desto weniger wird sie gelesen. Grundsätzlich gehen die Zeitungsmacherinnen davon aus, dass ihr Produkt vollständig gelesen wird. Diese Grundannahme ist eine Illusion. Wahrscheinlich werden nur ca. 60% der Eltern die Zeitung lesen, diese wiederum lesen nur ca. 50% des Gesamtinhaltes und behalten davon ca. 20%. Wer also darauf baut, dass Informationen, die durch die Haus- Zeitung vermittelt werden, den Eltern präsent sind, liegt falsch. Das spricht für das Senden über mehrere Kanäle. Der Vorwurf „Dies und Das“ stand doch in der Haus-Zeitung, oder war als Aushang am Schwarzen Brett, ist unnötig. Wenn Eltern etwas nicht hören, lesen oder verstanden haben, trifft sie keine Schuld. Wenn Botschaften nicht ankommen, sollten die Kommunikationskanäle verbessert oder erweitert werden. Wenn ich Botschaften sende, die nicht ankommen, hilft kein moralischer Vorwurf an die Eltern.

Plakate

Plakate sind keine Buchseiten. Eine wesentliche Aufgabe des Plakats ist es, den Blick zu fangen und ein bis drei verständliche Informationen zu vermitteln. Vollgeschriebene Plakatkartons sind eine Zumutung für die Eltern und eine Fehlinvestition. Für die Öffentlichkeitsarbeit eignen sich zwei Plakattypen:

– das aufwendig gestaltete Ankündigungs- oder Themenplakat an einem zentralen Platz in der Einrichtung,

– das kopierte Kleinplakat (DIN A3 oder sogar DIN A4) für verschiedene Aushänge in der Umgebung.

Das Kleinplakat unterliegt natürlich auch den Kriterien für eine Plakatgestaltung. Es ist aber als Kopiervorlage hergestellt und wird auf DIN A3 Papier in entsprechender Anzahl vervielfältigt. Neben den Informationen zu Anlass und Thema sind natürlich Markenzeichen und typische Gestaltungsmerkmale wie Schriftzug, Name, Farbe usw. zu verwenden. Mit dem Thema des Plakats muss gleichzeitig erkannt werden, dies ist ein Plakat der KITA. Da die Auflage nicht sehr hoch ist (ca. 10-20 Plakate), empfiehlt es sich Teile des Plakats mit Filzstiften zu kolorieren. Das hebt die Aufmerksamkeit, fängt die Blicke, z. B.: die Laterne, der Ball, ein Ballon, eine Clownsnase … wird farbig gestaltet. Wichtig sind originelle und effektive Orte, wo das Kleinplakat platziert und wo es gesehen wird. Überlassen Sie diese Platzierung nicht anderen Mitmenschen, sondern platzieren Sie Ihre Plakate selbst und zwar immer an den gleichen, günstigen Orten. Sorgen Sie dafür, dass die Plakate nicht länger aushängen als nötig ist. Ankündigungen zu vergangenen Anlässen sind überflüssige Informationen und gewöhnen das Auge an Langeweile. Fertigen Sie für den Plakatverteiler einen genauen Verteilungsplan an oder halten Sie sich an die Regel, die Plakate möglichst selbst zu platzieren.

Hier ein Beispiel für einen Verteilungsplan in einem kleinen Vorort / Stadtviertel:

Bushaltestelle, Bäcker, Gemeindehaus, Gaststätte, Bücherei, Lebensmittelgeschäft, Lottoannahme, Kirche, Nachbarkindergarten, Altenheim, Volkshochschule, Imbiss, Kiosk, Eisdiele etc.

Plakate müssen so platziert werden, dass sie bemerkt werden, d.h.. sie müssen im Blickfeld aufgehängt werden. Unabhängig von einer guten Platzierung und einem eindeutigen Markenzeichen mit Wiedererkennungswert ist natürlich auch die Gestaltung des Plakates wichtig. Wer in der Einrichtung auf eine Veranstaltung, ein Thema oder einen anderen Anlass durch ein Plakat aufmerksam machen will, sollte dies mit einer geschmackvollen Anstrengung tun oder es unterlassen. Flüchtig voll geschriebene Plakate fangen nur Blicke des Grauens oder Mitleids, oder werden (geflissentlich) übersehen. Es gibt eine Unmenge von Plakaten, die nicht einmal das Geld wert sind, dass der Plakatkarton kostet. Botschaften, die Aufmerksamkeit erzeugen:

– Botschaften, die erwartet, ersehnt, erwünscht werden (St. Martin reitet; endlich ein Picknick; Spiele bei Kerzenschein etc.)

– Formen und Farben, die anregen (z.B. kontrastreich zum Hintergrund, ungewöhnliche Formate, Andeutungen von dreidimensionalen Formen etc.)

– Große Fotos der Kinder oder anderer Personen – Slogans, die Emotionen anregen (z.B.: Spiele aus der Wundertüte, Fernsehen bildet, Rauchen macht schlank)

– Reizvolle Bilder und Zeichnungen (z.B. Karikaturen, Collagen, Kinderzeichnungen)

– Ungewöhnliches (sprachlich und / oder bildhaft) (z.B. Geldscheine, Kunst, Spiegel etc.)

– Eindeutiges(z.B. Piktogramme, Hinweiszeichen, Verkehrsschilder, Pfeile etc.)

– Aus der Ferne sichtbar (z.B. Licht, Sonnenblume, Laterne etc.)

Ist der Blick gefangen, braucht das suchende Auge eine Struktur, um die wichtigsten Punkte schnell zu finden. Suchbilder sind für Plakate, die schnell wirken sollen, uninteressant. Die übliche Strategie, Plakate zu betrachten, geht von links oben nach rechts unten, dort wird auch die Aufmerksamkeit gebündelt. Bündeln Sie die Aufmerksamkeit durch den Rahmen, verstreuen Sie nicht die gesamte Information über das ganze Blatt. Nutzen Sie auffällige Schriften, die eine Hoch / Tief Gliederung haben (ALSO NICHT BLOCKSCHRIFT IN GROSSBUCHSTABEN), mit einem deutlichen hell-dunkel Kontrast zum Hintergrund, wenig Schrift auf bewegtem Hintergrund, mit einer deutlichen rund / gerade Gliederung. Ordnen Sie nie Schriften senkrecht oder mit zu starkem Neigungswinkel an. Wählen Sie verschiedene Schriftgrößen, Unterstreichungen oder Strichdicken nach klaren Gewichtungen aus. Achtung: das Schriftbild kann dadurch zu unruhig, schlecht lesbar werden. Vor allem vermeiden Sie größere Textmengen. Neben einer zu großen Fülle von Texten können aber auch andere, grafische Gestaltungsmittel ein Plakat erfüllen. Die Fläche, der Hintergrund sollte in ausreichender Mengevorhanden sein. Auch dürfen Farben im Hintergrund Schrift und Grafik nicht überstrahlen, z. B. bei zu sehr leuchtenden Plakatkartons: Es gibt mehrere Möglichkeiten, Schriften auf ein Plakat zu bekommen:

– Schreiben mit Filzstiften (Achtung, sie sind nicht lichtecht)

– Malen mit Pinsel und Farben (z.B. Plakafarben)

– Schriften abreiben (mit Klebebuchstaben)

– Schriften aufkleben (aus Computerausdrucken)

– Schriften ausschneiden (vorher auf farbiges Papier malen)

Die Produktion eines Plakates geschieht aus nächster Nähe (Tisch), es ist wichtig, zwischendurch das Plakat aus der Entfernung zu betrachten. Wie wirkt dann die Schriftgröße oder Bildgröße? Ein Plakat wirkt auf etwa 2 – 10 Meter.

Zeitungsartikel – Presseinformationen

Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Presse ist ein wichtiger Punkt Ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Über die Lokalpresse erreichen Sie die BewohnerInnen ihres Umfelds und machen Stimmung für qualifizierte pädagogische Arbeit. Pressearbeit ist also mehr Imagepflege als Anlassverwertung. Die Zeitungen mögen Neuigkeiten, Ungewöhnliches und Ereignisse im Tagesgeschäft, nicht so wichtig sind Hintergründe, Stellungnahmen und Besinnliches. Sie brauchen keine Angst zu haben, falls die Ankündigung für das nächste Sommerfest in der Zeitung steht. Sie werden von zusätzlichen Besuchern nicht überrannt. Für den lokalen Bereich kommen zwei verschiedene Zeitungen in Betracht, die Lokalausgabe der Tagespresse und die Wochenausgaben der Werbezeitungen. Beide Presseorgane sind grundsätzlich bereit Nachrichten aus der Einrichtung zu veröffentlichen. Es ist nicht entscheidend, über welche Ihrer Aktivitäten berichtet wird, sondern wie berichtet wird. Stil und Inhalt des Zeitungsartikels sollten Ihre pädagogischen Bemühungen unterstützen und unterstreichen. Vermeiden Sie Widersprüchlichkeiten durch die Berichterstattung. Es ist wichtig, so häufig wie möglich in der Presse präsent zu sein (mehrmals im Jahr).

Einige Regeln im Umgang mit Presseleuten:

– Erleichtern Sie dem Journalisten die Arbeit (Recherche, Formulierungen, Überschriften, Fahrten, unnötiges Suchen).

– Sammeln Sie Zeitungsartikel über andere päd. Einrichtungen . Sie erkennen dann Ausmaß, Formulierungen, Schwerpunkte der Zeitung.

– Inhalte können Sie beeinflussen, die Länge der Artikel weniger.

– Presseleute sind auch Menschen, sie haben einen Namen. Sorgen Sie für persönlichen Kontakt und „pflegen“ Sie Kontakte mit Menschen, mit denen Sie gute Erfahrungen gemacht haben.

– Formulieren Sie Pressetexte vor, geben Sie den Presseleuten immer Materialien an die Hand.

– Kontakten Sie mit der Presse nicht vor 10 Uhr.

– Zeitungsartikel mit Foto sind auffälliger. Die Fotos sollten von guter Qualität und kontrastreich sein. Falls kein guter Amateurfotograf vorhanden ist, kommt auch oft ein Fotograf von der Zeitung.

– Nennen Sie ihm zwei günstige Fototermine (z.B. 11 Uhr oder 14 Uhr), sonst kommt er, wenn gerade alle Kinder schlafen.

Wenn neben den vorgefertigten Artikeln mit mehreren Überschriften und brillanten, vergrößerten Fotos auch noch etwas Hintergrundinformation vorhanden ist, fühlt sich der Journalist ernst genommen und informiert. In der Lokalpresse steht nicht alltäglich eine Sensation, aber etwas Ungewöhnliches, Interessantes, Neuartiges. Presseleute mögen keine alten Kamellen (z.B. das 5. Sommerfest.) Pressekontakte sind eine Aufgabe für eher selbstsichere, eindeutige, kommunikative Kolleginnen, nicht für nachdenkliche, zurückhaltende und vorsichtige Menschen. Archivieren Sie alle Pressekontakte und Vorlagen. So können Sie gelegentlich bei der Formulierung neuer Texte angeregt werden. Pressekontakte sind auch dann wichtig, wenn nicht immer unmittelbar ein Artikel folgt. Lassen Sie Journalistinnen den Alltag in der Einrichtung miterleben.

Die pädagogische Arbeit ist auf Kontinuität und Gleichmaß angelegt, diese Orientierung widerspricht einem Medium, das an Tagesaktualität interessiert ist. Die Zusammenarbeit mit der Tagespresse versteht sich eher als Spiel – spielen Sie bewusst mit! Neben dem Umgang mit Presseleuten ist es von allgemeinem Interesse, lesbare Texte zu gestalten, z.B.: Vorschläge für Zeitungsartikel, Artikel in der Haus -Zeitung, Hörfunkvorlage, Flugblatt-Text etc.

Hier einige Regeln zur Textgestaltung:

– Die Texte möglichst kurz halten.

– Zu Beginn das Wichtigste sagen (Überschrift und einleitender Satz).

– Den Text mit einer Pointe abschließen.

– Verständlich texten ist wichtiger als genau texten.

– Den Text teilen und auflockern durch Zwischenüberschriften, Absätze, Nummerierung, Bilder mit Untertiteln etc.

– Kurze Sätze helfen beim Lesen.

– Eher positive Gefühle ansprechen.

Zeichenhandlungen /aktivierende Öffentlichkeitsarbeit

Jedes Tun zeigt etwas und hat kommunikative Anteile. Es gibt aber auch eine Reihe von Aktivitäten, die überwiegend deshalb geschehen, um anderen etwas zu zeigen und zu demonstrieren. Wenn Sommertags große oder kleine „Volksparteien“ mit dem Angebot von großen Kinderfesten Familienfreundlichkeit zeigen wollen, geht der erzieherische Wert dieser Veranstaltungen gegen Null. Es geht darum, eine Masse von Menschen kurzzeitig zu erregen und das möglichst medienwirksam. Ein wichtiger Eckpfeiler der Kinderbelustigung ist die so genannte Hüpfburg. Alle diese Aktivitäten mit Showcharakter sind prinzipiell nicht verwerflich, wenn man sie als Spiele mit der Presse (Öffentlichkeit) versteht. Parteien, Verbände, Organisationen aller Art werden durch solche Veranstaltungen nicht kinderfreundlicher. Dies zeigt sich eher durch die Lösung ihrer „normalen“ Aufgaben. Auch in der Arbeit im Kindergarten gibt es Aktivitäten, die eher einen demonstrativen Charakter haben (eine Vorführung im Altersheim, ein Besuch beim Radio, ein Tanz bei einem Straßenfest etc.). Die Mitarbeiterinnen sind hier sicherlich aufgefordert zu entscheiden, ob Kinder „vorgeführt“ werden oder ob bei dieser „Vorführung“ noch genügend interessante Erlebnisse für die Kinder herauskommen. Besonders wenn die Kinder nicht dazu gedrillt werden und ihnen Zeit gelassen wird, gibt es eine Reihe von Zeichenhandlungen, die sehr reizvoll sein können. Hier nun einige Vorschläge und Möglichkeiten öffentlich wirksamer Aktivitäten:

– Reisepostkarte – Reisebild – Reisegrüße

Kinder grüßen ihre Zeitung mit einem gemalten Bild oder einer selbst fotografierten Postkarte. Diese Grüße müssen nicht aus entfernten Ländern kommen, eine Fahrt zum Zoo in der Nachbarstadt reicht schon aus.

– Webhäuschen

Aus gehobelten Dachlatten wird ein zerlegbares Fachwerkhaus (etwa Tischgröße) hergestellt. Die einzelnen „Fachwerke“ werden mit Kettfäden bespannt. Neben dem Werkhaus steht ein großer Korb mit Wollresten und mehrere kleine Webschiffchen. Einige Erwachsene und Kinder können nun gleichzeitig weben.

– Kostprobenbrote

In Blumentöpfen aus Ton werden von Kindern Minibrote gebacken und als Kostproben verkauft (verschenkt).

Variation: Selbst gebackene Brezel.

– Tragetaschen

Einkaufstaschen aus Papier (eventuell Leinen) werden von den Kindern bemalt und anschließend verkauft (verschenkt).

– Kartonmauer

Kleinere Kartons (Schuhkartons oder etwas größer) werden von den Kindern bemalt und zu einer Mauer zusammengestellt.

– Wäscheleine

Aus Pappe werden Wäschestücke (Hemden, Hosen usw.) hergestellt. Diese werden dann von Kindern bemalt und auf eine lange Leine gehängt.

– Kugelrohr

Ein Drainagerohr wird aufgehängt und jede(r) darf Plastikkugeln oder Tennisbälle durchrollen lassen.

– Gemüsesuppe

Kinder und Erwachsene kochen gemeinsam in einem Hordentopf über einer kleinen Feuerstelle eine Gemüsesuppe. Daneben wird Gemüse geputzt, geschrubbt und gewaschen.

– Riesenpuzzle

Ein großer, fester Karton wird in einzelne Puzzleteile zerschnitten, anschließend bemalt und gemeinsam zusammengelegt.

– Riesenmobile

An geeigneter Stelle (Treppenaufgang, Baum etc.) wird mittels Kleiderbügeln und gestalteten Gegenständen gemeinsam ein großes Mobile gebaut.

Die Möglichkeiten der Zeichenhandlungen sind sehr vielfältig (Bollerwagendemo, Kartoffeldruckfahnen, Gestaltung von Buttons, Lichter Menschenkette, Fotostudio etc.). Sie dienen überwiegend dazu auf sich, die Arbeit oder ein Thema aufmerksam zu machen. Sie verfolgen keinen ausschließlich pädagogischen, bildenden Zweck. Wenn man sich dessen bewusst ist, kann eine dosierte Show den Kindern auch Freude bereiten. Dies ist zugleich eine Grundvoraussetzung aller Zeichenhandlungen, die vom Kindergarten ausgehen. Gut gestaltete und geschickt platzierte, aktivierende Öffentlichkeitsarbeit hat eine hohe Wirkung bei der Zielgruppe, ganz getreu der Staffelung:

– Ich behalte etwas von dem, was ich gesehen habe.

– Ich behalte etwas mehr von dem, was ich gesehen und gehört habe.

– Ich behalte viel von dem, was ich selbst gestaltet (getan) habe.

Statt einer Zusammenfassung, stelle ich Ihnen die folgende Checkliste vor. Drucken Sie die folgenden Seiten auf DIN A4 Format und füllen Sie den Fragebogen gemeinsam mit dem Team aus. Bei der Klärung der Zuständigkeiten denken Sie daran, dass nicht alles auf einmal möglich ist und setzen Sie dementsprechend Prioritäten! Die folgende Zeit-Medien-Matrix hilft bei der Arbeitsteilung recht gut.

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Über Wolfgang Bort

Mitarbeiter der Spielwerkstatt Rhinozeros betreibt im Essener Unperfekthaus eine Kinder Kultur Werkstatt
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